Sonntag 3. Juni 2012
Sportplatz in Muckental
Relegationsspiel: FC Donebach : FC Lohrbach  0: 1
Der Text stammt aus den Fränkischen Nachrichten, Ausgabe vom 4. Juni 2012, Buchen
 Lohrbach siegt aufgrund eines Chancenplus verdient gegen Donebach

Donebach: Schüssler, Hört (62. Mechler),

Schäfer, Haber, H. Hemberger, J. Schnetz,

Glanz, Walz (84. Rögner), Blumenschein,

Halli, Müller (62. M. Schnetz).

Lohrbach: Banholzer, Hähnlein, Hartmann,

Kaiser, Hofmann (77. Henn), Schönig,

Jost, Westenhöfer, J. Schäfer, Kohl (89.

Jakob), Sylejmani (90.+1 L. Schäfer).

Tor: 1:0 (29.) Sylejmani. – Schiedsrichter:

Andreas Bischof (Hundheim).

Zuschauer:1600

 

Diese Tage im Juni wird sich Rexhep Sylejmani getreu dem Motto „rein in den Kreißsaal, raus aus der Kreisliga“ einrahmen: Am Samstag wurde er zum dritten Mal Vater einer Tochter, gestern schoss er das entscheidende Tor für den FC Lohrbach im Landesliga-Relegationsspiel gegen den FC Donebach. „Ich glaube, der Sieg ist verdient, weil wir mehr Chancen hatten und zeitweise den besseren Fußball gezeigt haben“, sagte der Stürmer nach dem Schlusspfiff. Seine Spieler schleppten gleich ein paar Kästen Bier auf den Platz. Der Etappensieg auf dem Weg zur Landesliga musste sofort gefeiert werden. Die Enttäuschung auf der anderen Seite hielt sich in Grenzen. Johannes Schnetz, Spielertrainer der Donebacher, sagte: „Ich bin mit der Leistung meiner Mannschaft zufrieden. Ich glaube, die Partie war ausgeglichen. Wir müssen nur diese erste Chance machen, dann haben wir uns das Spiel zurechtgelegt.“ Diese erste Chance resultierte aus der zehnten Minute, als Müller am langen Pfosten knapp vorbei köpfte. Doch das war es auch an Offensivgefahr des FCD. Fortan schafften es die Lohrbacher immer besser, mit klugen Steilpässen aus dem Mittelfeld ihre schnellen Spitzen Sylejmani und Jens Schäfer einzusetzen. Einen solchen „Schnittstellenball“ nahm der FCL-Spielertrainer nach knapp einer halben Stunde auf und versenkte ihn frei vor Schüssler eiskalt zum siegbringenden Treffer. In der 36. Minute touchierte der Ball, erneut nach einem Sylejmani-Schuss, die Latte und nur 40 Sekunden später missglückte ein Heber des gleichen Spielers. In dieser Zeit herrschte eine Menge Unordnung in der Donebacher Hintermannschaft, die ansonsten vom emsigen Jakob Glanz ordentlich organisiert war.Eben dieser Jakob Glanz war es dann auch, der die beste Donebacher Ausgleichschance vergab: In der 78. Minute fiel ihm etwa acht Meter vor dem Tor, Mittelstürmerposition, der Ball vor die Füße, doch scheiterte er an einem Klasse-Reflex von Matthias Banholzer. Da die Lohrbacher in den letzten zehn Minuten der nicht unbedingt schönen, aber kämpferisch engagiert geführten Partie noch zwei hochkarätige Konterchancen liegen ließen, dachten viele der etwa 1600 Zuschauer, dies würde sich noch rächen, doch der FCL brachte „die Sache“ mit einer konzentrierten Defensivleistung gut zu Ende. Das Prädikat „gut“ gilt auch für Schiedsrichter Andreas Bischof, der trotz manch ruppigem Zweikampf immer die Ruhe behielt. So ganz ruhig wird es gestern Abend in keinem der beiden Sportheime zugegangen sein, und Rexhep Sylejmani wird diesen Tagen im Juni einen goldenen Rahmen geben, sollte nun noch der Aufstieg gelingen.
Eingebogen zum Relegationsfinale ist Spielertrainer Rexhep Sylejmani (r.) mit seinen Jungs des FC Lohrbach, links Jonathan Halli vom FC Donebach.